Meine Eremitage 2018



alter Baum in riesigem Park
verschlungene Wege im Garten

Die Gegebenheiten

Sechs kleine, bestens ausgestattete Häuschen für Ruhe- und Einsamkeitssuchende. Manchmal alle belegt, manchmal ganz alleine mit der Natur. Vier Wochen Schweigen. Leben wie in der Kartause.

Der Alltag

Gemeinsame Meditation dreimal am Tag, alleine speisen in der eigenen Einsiedelei. Die Meditationssitzungen in zivilem Rahmen: 25 Minuten Sitzen, 25 Minuten Gehen, 10 Minuten Tönen, 20 Minuten Qi leiten in rituellen Bewegungen am Morgen, mittags eine Stunde Gehmeditation durch den Wald, abends mit ein wenig Glück 2 x 25 Minuten Sitzen mit Gehmeditation, falls andere, neue Leute da sind, nur einmal Sitzen und Gehen mit anschließender Lehre. Chan (japan. Zen). Den Tag über Achtsamkeitsübungen. Viel Zeit dazwischen. Müßiggang. Gedichte schreiben, Malen, nach innen lauschen bringt den nächsten Schritt. Qigong in Bewegung, wie und wann es gefällt. Gefühle anschauen und aushalten. Am Morgen und Abend den Gong nach bestimmten Regeln schlagen, sein Herzblut hineinlegen, die anderen damit zur Meditation rufen.

 

Die Highlights

Im warmen Sommerwetter Tag für Tag draußen im Zengarten "Sitzen" auf seinem angestammten Platz, die Sonne auf der Haut spüren. Auf "seinem" Platz, sicher vor Regen geschützt, mit Matten und dicken Decken nach der Abendmeditation unter dem weiten Sternenhimmel schlafen. Den Zengarten mit dem Rechen gestalten.

Blick aus meinem Haus in den Garten


Der eigene, von Rosenhecken geschützte Garten. Draußen sein und doch für sich. 
Ein Zen-Springbrunnen mit körpergroßer schwarzer Schieferplatte inmitten des Beckens und einer natürlichen Einbuchtung, die sich sonnenwarm an den geschwungenen Rücken des Besuchers schmiegt. Das Wasser blubbert gleich neben dem Ohr aus der Erde. Der Blick steigt hinauf in den blauen Himmel.

Bei schlechtem Wetter


Eingang zum Zendo
Meditieren im Zendo. Liebevoll mit Blumen geschmückt. Und jedes Haus hat seinen eigenen Meditationsplatz oben unter dem Dach.